AllGemeines

5.2. EinSichten

5.2. EIN-SICHTEN

verordnete Sattheit
hat uns des Hungers
beraubt
und
des Durstes

nur
keine
GrenzBeRührungen

in der Mitte
lebt es sich
sicherer

am Rand
ist der Wind
schärfer

ruft dich
oder
vertreibt dich

besser
Hunger und Durst
nie wieder
entbehren

***

endlich
eine fühlende Stimme
die es wagt
um den VerLust
des Lebens
zu klagen
inbrünstig
und
ohne Scham
...
die
die schrecklichen VerLuste
betrauert
ohne
die GeWissheit
des Trostes
nur wissend
daß Sterbendes Raum gibt
dem EntStehenden
in der Mitte
der Nacht

***

jede
kann in diesem Leben
wieder heil werden

wenn wir
mit der Kraft der Gemeinschaft
Leben gebären
aus der Weisheit
des mütterlichen Blutes

der Schmerz
wird aufhören
die Einsamkeit
enden

im ZwischenRaum
in der ZwischenZeit
wächst
in uns
die heilende Kraft der Liebe

***

auch LebensVerAchtung
und Herrschaft
läßt sich wandeln

es verlangt
die Wehrhaftigkeit
und den Mut
fremde GeBote
zu brechen
und
lauthals
Klage
zu führen
mit Tränen in den Augen
und Zorn in der Kehle

es gibt nichts
zu verlieren
nur die eigene Schwäche
und Furcht

endlich voller Kraft leben
zum Wohle allen Seins

***

spüre
dein innerstes BeDürfnis
genau
bevor du AnGeBote
prüfst

übe dich dabei
in SorgFalt
und GeDuld

vertraue
immer
deiner eigenen WahrNehmung

vieles
ist entbehrlich
wenn du genau fühlst

widerstehe
den VerSuchungen
der leichteren Wege

bleib bei dir
um jeden Preis

***

jede BeGegnung
die meinen Weg
berührte
urinnerte mich
an die NotWendigkeit
zu mir selbst zu gehen
bei mir zu bleiben
wie immer es sich auch anfühlen mag

nichts war verzichtbar
und
im Härtesten
wurzelt
meine Weichheit

ich bereue nichts

***

sich fühlen
wie ein mutterloses Kind
das die nährende Süße
nie gekannt

den Hunger
mit Brot
gestillt

wenn du
es lange genug
kaust
ahnt dein Gaumen
die entbehrte Süße

weckst du
deine SehnSucht
führt sie dich
zum innersten Wissen
um die ursprüngliche Quelle
heiliger Nahrung

***

Schweigen
Mutter aller Worte

gebärend und verschlingend
mit allen GeSichtern
des Seins

Schwester der Stille
Tochter der Ruhe
nach dem Sturm
und vor dem Sturm
und
immer
und
immer wieder

an - und abschwellend
wie die Mondin
in den Höhlen
der Frauen

***

wie ein glimmendes Feuer
aus unbekannten Kräften genährt
ist die SehnSucht in mir
zu schweigen

im dichter gesponnenen Netz
meiner Ahnungen
entsteht das Bild
der Stille
die Raum gibt

dem ursprünglichen Klang
dem berührenden Wort
dem innigen GeSang
dem wilden Tanz

urinnernd
die UrKraft
der Mütter

***