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'So nicht Genossen' - Erfurter Frauen retten die Stasiakten

So nicht Genossen!
Erfurter Frauen retten die Stasiakten

Dokumentarfilm von Inga Wolfram D 2014

Am Abend des 3. Dezember 1989 haben Erfurter Frauen den Verdacht
geschöpft, dass in der Stasi-Zentrale ihrer Stadt Geheimakten verbrannt werden.
Das sollte nicht passieren, da musste gehandelt werden!
Kerstin Schön, Sabine Fabian, Gabi Stötzer und Tely Büchner,
die im 5. Monat schwanger ist, entwickeln einen Plan,
um gemeinsam mit Erfurter Bürgerinnen und Bürgern
die Stasi-Zentrale zu besetzen und die Aktenvernichtung zu stoppen.
Die Akten wurden gerettet, in die Häftlingszellen des ehemaligen
Untersuchungsgefängnisses der Stasi gebracht und dort tagelang von DDR-Oppositionellen bewacht,
bis die Gefahr der Vernichtung vorüber war.
Die Rettung der Stasi-Akten in Erfurt wirkte als Initialzündung
für das ganze Land.
In den darauffolgenden Wochen konnten durch Bürgerkomitees
in vielen Städten der DDR Akten der Staatssicherheit vor der Vernichtung bewahrt werden.
25 Jahre danach besuchen wir vier Frauen, von denen die Initiative für
die erste Besetzung einer Stasi- Zentrale ausging und die durch ihren Mut dazu beigetragen
haben, dass Stasi-Akten heute in Archiven lagern und der Öffentlichkeit
zugängig sind.
2013 - fast ein viertel Jahrhundert nach der Stasi-Besetzung,
hat sich auf Initiative der Frauen in Erfurt ein Kreis von Opfern
und Tätern der Staatssicherheit gegründet,
die endlich miteinander reden können und wollen.
Nur so lässt sich Zukunft gestalten, da sind sich die Frauen einig.

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http://www.mdr.de/kultur/gesellschaft/genossen102_zc-ffe23414_zs-27b9669...