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Die Geburt der Neuen Welt

Diese Geschichte wurde über mehrere Monde von vielen Menschen
aus der Kraft der Träume und Weisheit ihrer Seelen zusammengewoben
- zum Wohle des Ganzen.
Es ist uns eine Freude auch diese Geschichte als Geschenk miteinander zu teilen.
:-)

Die Geburt der Neuen Welt
- Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben

Das Dorf liegt weit hinter ihr.
Zügig beginnt sie den Aufstieg zum Berg durch den Wald mit den uralten Bäumen.
Wild ist der Wald, zaubrisch und schön.
Die alte Halima stützt sich beim Gehen auf ihren langen geschnitzten Stab.
Ihre Gedanken kreisen um die Geschehnisse, die überall auf der Erde zu spüren sind.
Die Berge haben zu summen begonnen.
Es ist schon einige Tage ganz deutlich zu hören.
Ihre Schritte sind weit ausholend.
Viele sind auf dem Weg wie sie
– überall auf der Erde kommen Menschen jetzt in Kreisen zusammen.
Die Kraft der Kreise ist die Kraft des Lebens.
Murmelnd stapft sie vor sich hin: ‚Es ist an der Zeit, die Stille zu brechen,
um die Zweischneidigkeit des Sehens zu wandeln’.
Da, der große Stein – an ihn lehnt sie sich, wie immer wenn sie zur Höhle unterwegs ist.
Wie immer mit ihrer Mutter schon und diese mit ihrer Mutter.
Immer war der Stein die erste Rast.
Schon immer kamen in der Höhle Menschen zusammen.
Es geschieht zur rechten Zeit - jetzt.
Sie verschnauft und weiß, es bleibt nur noch ein kurzes Stück des Weges.
Es geschieht am rechten Ort - hier und überall auf der Erde.
Ob die anderen kommen werden? Ja, sie kommen.
Nach der letzten Biegung sieht sie die große Höhlenöffnung.
Zufrieden stellt sie fest, dass das Feuer in der Höhle schon brennt,
der Lichtschein spiegelt sich an den Wänden und eine dünne Rauchfahne entsteigt dem Berg.
Das Summen ist hier noch deutlicher zu hören.
Zweifellos, es ist die Stille vor dem Sturm
- untrüglich die Zeichen.
Alles ist vorbereitet. Herzlich umarmt sie Anomatey und Rakuna.
Sie setzen sich ans Feuer und warten auf die Kommenden.
Im hinteren Höhlengewölbe beleuchten die Flammen die alte Felszeichnung einer Geburt
mit zwei Sonnen. Halimas Worte sind fast nur zu ahnen:
‚Die uralte Weisheit der Gebirge wirft ihre Schatten über die Zwischenzeit.
Die Schlange der Wandlung kommt auf das lautlose Rufen.’ … Das Summen und das damit verbundene sanfte Beben wirken fast schon vertraut.
Diese Klänge umhüllen die Erde - von den Tiefen der Meere
bis hin zu den Gipfeln der Berge. Sterne, Sonne und Mond, Luft, Feuer,
Wasser und Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen verbinden ihre Kräfte
für Reinigung und Heilung. Alle wissen um diese Zeit der Geburt. …
Nun sind auch die anderen gekommen.
Die Flammen tanzen die Gesichter der im Kreis sitzenden Frauen und Männer
aus dem Halbdunkel ins Licht.
Halima schaut in die Runde und sagt:
‚Dies ist die Zeit der Geburt der Neuen Welt.
Auch Mutter Erde gebiert sich neu.
Wie die Neue Welt aussehen wird, vermögen wir kaum zu ahnen.
Doch alles, was wir mit unserer Wahrheit und Hingabe in den Kreis geben,
offenbart sich in der Wirklichkeit. Wir sind hier, um durch unsere verbundene Kraft mitzuwirken,
dass Heilung geschieht.
Die neue Welt wird überall auf der Erde von einfachen Menschen bereitet.’
Hände werden einander gereicht. Mit geschlossenen Augen sammeln alle ihre Kraft.
Sie stärken ihre Verbundenheit und lassen die Kraft fließen.
Nach einer Weile verabschieden sich die Hände mit sanftem Druck.
Halima steht etwas schwerfällig auf und legt leise lächelnd
eine kleine weiße Feder als Gabe in die Felsnische neben ihr. …
Vor der Höhle, deren Öffnung einen weiten Blick über die Landschaft
mit ihren sanften Hügeln, Tälern und Seen freigibt, treibt der aufkommende Wind Staub
und abgebrochene Zweige vor sich her.
Vögel steigen auf. …
In der Höhle verbreitet das Feuer Licht und Wärme.
...
Wie es weiter geht könnt ihr in der angefügten Datei am Ende dieser Seite nachlesen.

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