9.1
9.1
Still sein
und fühlen

Reglos werden
und spüren
 
Die Augen schließen
und innere Bilder sehen

Die Ohren mit Lehm verstopfen
ganz fest
und
auf den inneren Fluss hören
der LebensSäfte

Entbehre Nähe von außen
entdecke sie in dir

Verzichte auf Worte
und erde dich

Bleib bei dir
Verlasse den IrrSinn
Durchquere das GrenzLand
 
Lebe mit HinGabe und mit VerTrauen
 

9.2
9.2Folge
dem Schmerz
und der Liebe

Lebe
dein VerRücktSein
mit all deiner Kraft

Wecke
alle Sinne
Treibe Wurzeln
und
brich auf
ehe die Trägheit dich berührt

Verlasse täuschende Sicherheit
und verwirkliche deine Träume

Begegnest du der Angst
frag was dich einengt

Lebe ganz im Augenblick
und verbinde dich:
den Müttern und den Väter
den Schwestern und den Brüdern
den Töchtern und den Söhnen
 

9.3
9.3Sich ganz hingeben
und vollkommen vertrauen
damit ZerStückeltes geheilt
und GeTrenntes verbunden wird

Alles Herrschende entfernen
aus sich selbst

Gemeinsam Heilung bewirken
für Ganzherzigkeit
für den großen Frieden
für wahrhaftige Gemeinschaft

Leben verlangt
HerzBlut
 

9.4
9.4

Zögernd näherst du dich
der prallen Frucht der Freude

Nimmst sie zaghaft entgegen
aus der Hand des Lebens

Genieße ihre Fülle
in deinen geöffneten Händen
voller BeGehren sie zu spüren
mit allen Sinnen

und deine Zweifel
raunen von Verlust

Das ist das Ende
der BeScheidenheit
und der Angst

Beiße hinein
Koste die langgesehnte Süße

Schlage
deine Zähne
ins lebendige Fleisch
 
 
9.5

Nutze
die Stille
in dich hineinzuhören
dich zu finden
im ZwischenRaum
in der ZwischenZeit
in der deine Ahnungen
die Zeiten fühlen
sich einspinnen
in das Künftige
dir den Weg zu weisen
 

9.6
9.6Nutze die Tiefe der Nacht

Richte dein BeGehren nach innen

Sammle all deine Kräfte
im UrSprung deines Seins

Verbinde sie miteinander
dicht und fest

Spüre ihre GeStalt
im Schutze der Höhle

Lass liebevolle AufMerksamkeit
durch deinen Leib gleiten

Schwinge dich ein
in das beständige Fließen
Genieße

Fühle die Richtung deines BeGehrens

Finde den Weg in dir
 

9.7
9.7Vertraue
endlich
vollkommen
dass du die AntWort
immer in deinem Herzen
fühlen kannst

Entsage
der Vernunft
als einzig möglichem Maß

Bestehe
auf deinem VerRücktSein

Finde im BeGehren
den möglichen Weg
alles LebensZerStörende
zu heilen

Wisse
dass Westen im Osten liegt
und links das Rechte ist
 

9.8
9.8Deine Seele
ist angefüllt
mit dem Dunkel
der Mondin
die kein Licht gewährt
dem Suchen der Augen

Die Blindheit annehmen

Den AugenBlick fühlen

Alles  im Innersten berühren

Nur geben
was von selbst fließt
 

9.9
9.9
Das
was du denken
und fühlen kannst
ist nicht
was kommen muss
die Not zu wandeln
in die Heiligkeit des Lebens
die das Sterben in sich birgt
wie eine kostbare Frucht
deren wilde Kraft
alles beständig nährt

Im vollkommenen VerTrauen
finden sich die Sinne